Bryan Akien wurde 1956 in Port-of-Spain in Trinidad geboren. 1994 lernte er in Tobago seine zukünftige Frau Martina Allmeroth kennen, mit der er 1997 den Neuanfang in Deutschland wagte. Heute leiten die beiden gemeinsam das karibisch-deutsche Restaurant „Die Linde“ in Bebra-Weiterode, das Bryan gern als „Germago“ – kulinarische Insel zwischen Deutschland und Tobago – bezeichnet.
Sonne, Sand und Palmen: Vor allem die schönen Strände seiner Heimat vermisst Bryan im hessischen Bebra, das mit selbigen eher weniger gesegnet ist. Mehr Bilder aus Trinidad & Tobago gegen Fern- oder Heimweh gibt es hier >>
Castara-Suppe
Zutaten für 6 Personen:
25 g Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 kleines Stück Ingwer, geschält und fein gehackt
400 g Spinatblätter, geputzt und in Streifen geschnitten
1 l Fischbrühe (ersatzweise Hühnerbrühe)
100 ml Kokosmilch
Salz, Curry, schwarzer Pfeffer
1 Limette
6 Garnelen
1 TL brauner Zucker
evtl. Sahne
Zubereitung:
Butter schmelzen und darin Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer bei kleiner Hitze andünsten. Mit Curry bestäuben, mit Fischbrühe und Kokosmilch aufgießen.´Spinat hinzufügen und ca. 10 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen. Anschließend mit dem Pürierstab durchpürieren, mit Salz und schwarzem Pfeffer nach belieben abschmecken. Garnelen ausbrechen und den Darm entfernen. Mit Limettensaft und Salz würzen und in einer Pfanne scharf anbraten. Mit braunem Zucker karamellisieren. Suppe im Teller anrichten, mit Sahne verfeinern (nach Belieben) und Garnelen in die Suppe setzen.
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KM: Was ist das Schönste an Ihrem Geburtsland, was vermissen Sie hier am meisten?
BA: Die Menschen, die Mentalität und Natürlichkeit, das Pure, das Klima, die Luft zum Atmen, mein Lieblingsstrand... ich bekomme Heimweh und höre lieber damit auf. Ich liebe meine Inseln und jede Pore meines Daseins vermisst etwas aus T&T, nicht ständig, nicht jeden Tag aber immer wieder.
KM:Was ist Ihr bestes Mittel gegen Heimweh nach der Karibik?
BA: Ein heißer Mokatika (Kaffeelikör aus T&T) mit einem Klecks Sahne und das am Besten unter dem Solarium.
KM: Besuchen Sie Trinidad & Tobago ab und zu?
Virtuell fast täglich, aber im richtigen Leben bleibt kaum Zeit dazu, leider.
KM: Was macht die typisch karibische Küche aus?
BA: Die Vielfalt, die Exotik, das Leichte, die Lebensfreude.
KM: Und wie „verträgt“ sich die Deutsche Küche mit der Karibischen?
BA: Besser als man glaubt!
KM:Haben Sie Tipps, wie man exotische Zutaten, die hier schwer zu bekommen sind, ersetzen kann?
BA: Für die meisten Zutaten gibt es einen Ersatz, zum Beispiel für den Dasheenbusch, aus dem Callaloo gemacht wird, benutzen wir hier in Weiterode Spinat. Am besten ganz konkret bei mir nachfragen – bei Bedarf.
KM: Haben Sie ein Lieblingsrestaurant in Tobago?
Blue Crab in Scarbourough , ein Familiengeführter Geheimtipp für die Lunchzeit, dort kann man die echte kreolische Küche, mit vielen verschiedenen Kleinigkeiten auf dem Teller testen und genießen. Aber vorher Tisch reservieren!