Große Resort-Hotels sind nicht jedermanns Sache. Wer intimere Unterkünfte mit persönlichem Touch bevorzugt, findet überall in der Karibik schmucke kleine Gästehäuser, deren Charme nicht nur die individuelle Gestaltung und die familiäre Atmosphäre ausmachen, sondern insbesondere die Persönlichkeit der jeweiligen Besitzer.
In den liebevoll geführten Familienbetrieben geht es meist entspannt zu, so wie in den Hickatee Cottages in Belize. Nur vier Zimmer, eingebettet in die üppige tropische Vegetation des kleinen karibischen Küstenstaates, vermietet das britische Ehepaar Kate und Ian Morton. Das Wohl ihrer Gäste liegt den beiden ebenso am Herzen wie verantwortungsbewusster Tourismus und der Erhalt der Natur. Dieser Ansatz zahlt sich aus, denn seit drei Jahren werden die Hickatee Cottages beim Online-Portal TripAdvisor als „Number One Bed & Breakfast“ in Belize bewertet, 2008 sind sie zudem für den „Responsible Tourism Award“ nominiert (www.hickatee.com).
Auch auf den Cayman Islands gibt es neben den großen Hotelanlagen am Seven Mile Beach privat geführte kleine Gästehäuser, in denen man das relaxte Inselleben genießen kann. Im Shangri-La B&B, 2007 zum besten Bed & Breakfast der Caymans gewählt, begrüßt der Pianist George Davidson gemeinsam mit seiner Frau die Gäste. Spezialität des Hauses sind Spa-Anwendungen wie Reflexzonenmassage oder Aromatherapie – oder einfach Kuscheln mit Roxie und Stella, den beiden Hunden des Hausherrn. Originell ist auch die Adresse: „Sticky Toffee Lane“, was übersetzt soviel heißt wie “Klebriger Karamell Straße (www.shangrilabb.com).
Wer in einem Gästehaus absteigt, muss nicht zwangsläufig auf Luxus verzichten, zum Beispiel in dem von Deutschen geführten Katitche Point Greathouse auf den British Virgin Islands. Dort können sich die Urlauber neuerdings über einen aufmerksamen Butler freuen. Als ausgebildeter Koch und Barkeeper erfüllt er gerne auch kulinarische Wünsche oder mixt karibische Drinks. Eine Massage durch einen Therapeuten der traditionellen indischen Medizin ist ab September 2008 ebenfalls im Preis inbegriffen. Wer will, kann auch eine private Yoga-Stunde am Pooldeck der Villa buchen (www.katichepoint.de).
Dass Gästehäuser in der Karibik von Deutschen, Österreichern oder Schweizern geführt werden, ist nicht ungewöhnlich. Aus so manchem Urlaub entwickelt sich der Wunsch, sein Glück unter tropischer Sonne zu versuchen und den Lebensmittepunkt ins karibische Inselparadies zu verlegen. So verliebte sich die deutsche Reisejournalistin Uschi Wetzel während eines beruflichen Aufenthalts in die wunderschöne Landschaft von Barbados und fand dort ihr kleines Paradies. Seit Jahren führt sie nun erfolgreich die idyllische Anlage „Sea U“, südlich des Surf-Hot-Spots Bathsheba, wo der raue Atlantik an der Küste nagt. Sieben Zimmer stehen ihren Gästen zur Verfügung – und natürlich für jeden eine zwischen Kokospalmen schaukelnde Hängematte (www.seaubarbados.com).
Den Deutschen Bruno Kuppinger hat es in den wilden Dschungel von Belize verschlagen. Die Anfänge dort waren nicht leicht, denn als die Sun Creek Lodge im Jahr 2001 feierlich eröffnet werden sollte, fegte Hurricane Iris über die Küste hinweg und machte das gerade fertig gestellte Gebäude dem Erdboden gleich. Doch Kuppinger ließ sich davon nicht entmutigen, und heute gehört sein Anwesen zu den führenden „Eco-Adventure“-Lodges im Süden des Landes (www.suncreeklodge.com).

Auf Antigua vermietet die österreichische Honorarkonsulin Gabriela Luery Bungalows zur Selbstversorgung. Direkt angrenzend befindet sich ein natürlicher Salzwasserteich, wo Naturfreunde Westindische Sing-Enten, Pelikane, Reiher und viele anderen exotische Vögel beobachten können. Auch nach St. Lucia haben sich im Laufe der Jahre viele Europäer „verirrt“. So ist z.B. das weitläufige Balenbouche Estate seit rund 25 Jahren in Besitz der deutschen Ute Lawaetz, die es gemeinsam mit ihren zwei Töchtern leitet. Die ehemalige Zuckerrohrplantage ist heute nicht nur ein historisches Gästehaus, sondern wird gleichzeitig als Bio-Farm bewirtschaftet. Der inspirierenden Umgebung und dem Engagement der Besitzer ist es zu verdanken, dass auch nationale und internationale Künstler Balenbouche gerne für den kreativen Rückzug nutzen. Ergebnisse der künstlerischen Einkehr kann man auf der Website www.balenbouche.com bewundern.
Inselhopper, die auf den Bahamas unterwegs sind, finden ebenfalls eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Auswahl, denn auf den Inseln schätzt man Häuser in fröhlichen Pastellfarben, vom mintgrün bis zartrosa. Romantische Strandhäuser, liebevoll eingerichtete Appartements oder luxuriöse Villen - die Bahamas Hideaways sind wunderschöne Häuser im Privatbesitz, buchbar ganz einfach online über www.bahamas-hideaways.de. Informationen über Gästehäuser, B&B’s und private Ferienvillen erhält man auch bei den Fremdenverkehrsämtern der einzelnen Destinationen (Adressen siehe unter „Inseln“).