Die Narren sind los! Dieses Motto gilt in der Karibik fast ganzjährig. Denn auf einer der zahlreichen Inseln wird immer gefeiert.
So stellen die „Valley Boys“ auf den Bahamas ihre Kostüme am 1. Januar zur Schau, die „roten Teufel“ geistern im März durch die Straßen von Guadeloupe und auf Barbados wird im Sommer gleich fünf Wochen lang gefeiert.
Karneval auf T & T hat Weltbedeutung
Den größten Karneval der Karibik zelebriert man auf Trinidad und Tobago. Gleichzeitig ist er der zweitgrößte der Welt. Die Show beginnt jedes Jahr am Rosenmontag um zwei Uhr morgens, wenn die ersten Nachtschwärmer die Straßen besetzen. Sie stellen die dunkle Seite des menschlichen Lebens dar. Bei Tagesanbruch schlägt die Stimmung dann um. Ein Wirrwarr aus Kostümen und Calypso-Musik erfüllt die Straßen der Inseln, Tausende von Menschen feiern ausgelassen. Die extravaganten Verkleidungen gehen auf das vorige Jahrhundert zurück. Durch die Maskierung wollte die Bevölkerung damals ihre Kolonialherren auf den Arm nehmen. So sind bis heute Karneval-Charaktere wie Jab Jabs (die Teufel) oder Moko Jumbies (Riesen auf Stelzen) bei den Umzügen zu finden.
Aschermittwoch ist auch hier alles vorbei
Anders auf Guadeloupe. Am Karnevalssonntag sind hier die „Maskierten“ unterwegs, während am Rosenmontag Narrenhochzeiten gefeiert werden. Am Faschingsdienstag verunsichern die roten Teufel die Schmetterlingsinsel. Schließlich endet das Fest am Aschermittwoch mit der Verbrennung des Karnevals-Gottes „Vaval“. Ein Feuer beendet auch die Paraden auf Aruba. In der Hautpstadt Oranjestad wird „Momo“ traditionell an Faschingsdienstag verbrannt. Der Beginn des Karnevals auf Aruba ist aber bereits im Januar. Calypsowettkämpfe, jump-ups sowie die Wahl der Faschings-Queen stehen auf dem Programm, bevor es mit diversen Umzügen und der berühmten „Lightning parade“ rund geht. Während der Lichterparade, ziehen die Narren mit beleuchteten und blinkenden Kostümen bei Dunkelheit durch die Straßen der Hauptstadt. In einem neu eröffneten Karnevalsmuseum erhält man zudem einen Einblick in die Geschichte des Karnevals in der Region mit einem Schwerpunkt auf Aruba.
Musik gehört einfach dazu
Auf den SSS-Inseln der Niederländischen Antillen (St. Maarten, Saba und St. Eustatius) ist dagegen am Aschermittwoch noch lange nicht alles vorbei. Erst nach Ostern feiert St. Maarten Karneval; Saba und St. Eustatius gar mitten im Sommer. Die fantastischen Paraden werden hier von der Musik lokaler Steel Bands begleitet. Calypso- und Socca erklingen stattdessen in George Town (Cayman Islands), wenn hier Anfang Mai der „Batabano Carnival“ gefeiert wird. Musik ist auch der wichtigste Bestanteil des Fasching-Spektakels auf Antigua. Mit Calypso, Reggae und Steeldrums erinnern die Antiguaner an die Sklavenbefreiung.
Närrische Weihnacht
Ungewöhnlich ist auch die Narrenzeit auf den Bahamas. Während wir Weihnachten ruhig und besinnlich verbringen, bereiten sich die Bahamesen auf Jankanoo vor. Das ist die Bezeichnung ihres traditionelle Karnevals, der am 26. Dezember sowie am 1. Januar begangen wird. Wie überall in der Karibik sind die Festivitäten von bunten Paradewagen, tanzenden und singenden Menschenmengen sowie lauter Musik geprägt. Trillerpfeifen, Kuhglocken, Rumbarasseln erfüllen die Straßen, die glitzernden, farbenprächtigen Kostüme und der schillernde Kopfschmuck gleichen wahren Kunstwerken. Teilweise erreichen diese gewaltigen Kreationen ein Gewicht von bis zu zwei Zentnern.
Links zum Karibischen Karneval:
www.junkanoo.com
www.antiguacarnival.com
www.caymancarnival.com
www.vicarnival.com
www.luciancarnival.com
www.carnaval.com.do
www.stkittscarnival.com
www.cropoverfestival.bb