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Von deftig bis exotisch

Deftige kreolische Eintöpfe, würzige Fischgerichte und feurigscharfe Suppen sind die Stützen karibischer Küche. Die unangefochtene Königin der multikulturellen Kost ist jedoch die Kokosnuss. Ihre Milch wird für Suppen und zum Schmoren verwendet und ihr Fleisch für süße Naschereien. Doch die Karibik schmeckt nicht nur nach Kokos, raffinierte Gewürze und exotische Kreationen sorgen bei Gourmets für reine Gaumenfreuden.

Marktverkäuferin in Curaçao

Den Tag beginnen Feinschmecker auf Martinique mit einem traditionellen Frühstück bestehend aus Gurkensalat, Avocado, Hering und Ingwerbananen. Für Spätaufsteher ist ein Bermuda Sunday Brunch auf der Insel der Shorts genau das Richtige. Kabeljau, Banane und Fish-Chowder (Fischsuppe mit Rum und Pfeffer) stehen hier auf dem Tisch.

Ein wahres Fest für die Sinne verspricht schließlich das Dinner. Besonders ausgiebig wird dieses auf den französischen Antillen zelebriert. Mehrere Stunden lang genießt man auf Guadeloupe kreolische Spezialitäten wie Columbo de Cabri (Ziegenragout) oder Sauce au Chien (scharfe Grillsauce) auf Martinique. Auf St. Vincent and the Grenadines sind Füllungen aller Art sehr beliebt. Hier zieren zumeist angerichtete Kartoffeln, Gurken oder Fisch die Teller. Der Pepper Pot, ein Fleischeintopf mit Okraschoten und Kartoffeln, ist auf Antigua und Barbuda oder Jamaica populär. Im Land des Reggae steht jedoch das Marinieren von Fleisch und das anschließende Grillen (“jerked“) ganz oben auf der Speisekarte.

Fangfrischer Fisch

Variationsreiche Muschelzubereitungen erwarten die Besucher auf den Turks and Caicos sowie auf den Bahamas. Die Fechterschnecke (Conch) gibt es als Conch Fritters (in Fett gebackene Klösschen), frittiert als Cracked Conch , als energiespendenden Salat oder als Suppe (Conch Chowder). Aus Passionsfrucht besteht die bekannteste Suppe auf den British Virgin Islands, eine besondere Wurzel verleiht hingegen dem Nationalgericht Surinams, dem Pom, die besondere Würze, während auf Grenada Muskatnuss-Gerichte vorherrschen. Die kleine karibische Gewürzinsel deckt ein Drittel des Weltbedarfs an Muskatnüssen ab und ist der zweitgrößte Erzeuger der Welt.

So verwendet man überall in der Karibik für das Zubereiten dieser Köstlichkeiten exotische Gemüse wie Yams, Cassava (Süßkartoffelarten) und Okra (Bohnengemüse) oder auch frische Obstsorten wie Mangos, Papayas, natürlich Kokosnüsse und Ananas. Letztere findet man auf Antigua sogar in schwarz: die „Black Pineapple“. Sie ist süßlicher im Geschmack als die bei uns erhältliche Sorte und ziert auch das Wappen des Landes.

Für Naschkatzen

Feinste Schokolade aus der Karibik. Gemeinsam mit der historischen Plantage Belmont Estate produziert die Grenada Chocolate Company 60- und 74-prozentige dunkle Schokolade. Die Kakaobohnen werden nach streng ökologischen Kriterien angebaut und sofort nach der Ernte verarbeitet.

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